Tierrechte
Wildlife
Hundezone
Ökologie / Umwelt
Interviews / Projekte
FOODWATCH
NABU Online-Aktion !
Bananen ins Jagdrecht
Kampagne
campact!
Translate

Olaf lernt Olivia kennen   

Fast 2 Jahre lebte ich nun schon mit meiner Mutter zusammen an diesem herrlichen Bachlauf. Ich war ein großer Junge geworden und wog stattliche 8 Kilogramm. Mittlerweile war ich ein Meisterschwimmer und ich erwischte fast jeden Fisch. Es zog mich nun immer öfter sehr weit weg von unserer Höhle und meine Neugier war groß. Als ich eines Tages wieder durch den Wald hüpfte, um meine Umgebung zu erkunden, erstarrte ich plötzlich. Meine Nase nahm einen unbekannten, aber sehr angenehmen Duft wahr. Ich schnüffelte entlang der Spur durch den ganzen Wald und erreichte am Abend einen fremden Bachstreifen. So weit war ich vorher noch nie gelaufen. Hier roch es ganz stark, aber ich konnte nicht erkennen, was es war.

Nachts in meinem Nestchen konnte ich nicht einschlafen, ich war so merkwürdig aufgeregt. Am   nächsten Morgen beschloß ich dem Ganzen auf den Grund zu gehen, ist doch Ehrensache ! Ich folgte also wieder dieser Spur und in der Nähe des Baches legte ich mich in ein Gebüsch und wartete. Als langsam die Sonne unterging, wollte ich schon fast wieder nach Hause gehen, doch dann wurde mein Warten belohnt. Auf einem großen Stein saß ein Otter und putzte sich sein Fell. Langsam schlich ich aus dem Gebüsch und näherte mich vorsichtig diesem verdammt gut riechenden Gesellen. Angst hatte ich überhaupt nicht. Ich wurde natürlich sofort entdeckt, denn durch meine tappsigen Bewegungen war ich nicht leise genug. Unsere Nasen berührten sich fast, da erkannte ich, daß es ein Mädchen war. Sie hatte seidiges Fell und ein wunderhübsches Gesicht, ich brachte kein Wort heraus. Nachdem wir uns eine Weile regungslos gegenüber standen, setzte ich mich neben sie auf den Stein. So schauten wir gemeinsam wie die Sonne unterging und erzählten uns, daß wir gerne schwimmen und Fisch essen.

Seit dieser Begegnung wollte ich nicht mehr zu Hause bleiben, ich mußte immer an sie denken. So erzählte ich es eines Tages meiner Mutter und sie lächelte. Sie hat mich immer verstanden und so legte sie ein letztes Mal ihre Pfote auf meinen Kopf. Traurig und mit gesenktem Blick verließ ich den Ort, der mir vertraut war und brach in eine neue Welt auf. Die ganze lange Strecke durch den Wald weinte ich, aber je näher ich meiner Otterdame kam, umso mehr freute ich mich auf sie. Nachdem wir uns mit den Nasen begrüßt hatten, liefen wir hinunter zum Ufer und sprangen in das Wasser. Dort zeigte ich ihr zuerst einmal, wie gut ich schwimmen und tauchen konnte. Na ja, ich gebe zu, daß sie es auch recht gut konnte – für ein Mädchen nicht schlecht.

Unsere Höhle habe ich gründlich renovieren müssen, aber das tat ich gerne, denn ich möchte es mit meiner Otterdame gemütlich haben. Eine neue Lieblingsbeschäftigung habe ich ebenfalls, ich laufe ständig an den Grenzen unseres privaten Geländes auf und ab und kontrolliere meine eigenen Duftmarken. Ein guter Otter muß das tun, denn sonst wollen am Ende noch fremde Otter unseren Hausfrieden stören. Es soll jeder wissen, daß genau hier Olaf und seine Otterdame Olivia wohnen.

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Die Rückkehr der Wölfe
EARTH HOUR
TWITTER


Facebook
PETITION
Tierversuche
Wer ist Online
0 Besucher online
0 Gäste, 0 Bots, 0 Mitglied(er)
Unterstütz durch Visitor Maps
Atomausstieg
Umfrage

Wie würden Sie Ihren Ernährungsstil bezeichnen?

View Results

Loading ... Loading ...
Umfrage 2

Wie beurteilen Sie das neue Layout der Canis Homepage?

View Results

Loading ... Loading ...