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Olaf, der Otter lernt zu jagen.

Was essen wir Otter eigentlich ? Unser Leibgericht ist natürlich frischer Fisch, aber Abwechslung muß sein und daher dürfen auch mal Krabben, Insekten oder Würmer auf dem Speiseplan stehen. Ich weiß genau, daß ihr euch jetzt schüttelt, aber Olaf sagt : Otterkinder mögen dafür keine Gummibärchen oder Kekse – brrrrr.

Aber wie kommen kleine Otter eigentlich an die Leckereien ? Bis zum heutigen Morgen hatte ich mir auch keine Gedanken darüber gemacht, denn meine Mama hat ja immer für mich gesorgt. Regelmäßig nach meinem Mittagsschlaf war das Essen da, nun, heute war mal wieder alles anders. Ich wachte auf und hatte großen Hunger, doch es roch gar nicht nach Fisch. Ich putzte mich schnell, meine Mama legt großen Wert darauf, und tippelte nach Draußen. Da lag sie, eingerollt in der Sonne und blinzelte mich mit einem Auge an.  Ich ahnte es, sie kam zu mir und legte wieder ihre Pfote auf meine Stirn, ihr wisst ja was das bedeutet. Wir gingen gemeinsam den kleinen Trampelpfad hinunter zum Bachlauf und ich sprang munter in das klare Wasser. Auch diesmal schwamm meine Mama ganz dicht an meiner Seite und deutete immer wieder auf die kleinen Fische unter mir. Plötzlich schoss sie schnell wie ein Pfeil auf den Grund des Baches, mitten in den Schwarm hinein. Treffer – sie kam mit einem kleinen Fisch zurück, den sie aber selber aß. Aufgemuntert durch ihren Jagderfolg nahm ich mir fest vor ebenfalls Erfolg zu haben, Mama sollte schließlich stolz auf mich sein. Mit eiserner Konzentration suchte ich mir den langsamsten Schwimmer aus und folgte ihm. Leider sind Fische sehr schnell und ich gab mir wirklich Mühe, aber ich holte ihn beim besten Willen nicht ein. Er schlug Haken, wie ich es sonst nur von Kaninchen kenne und zum guten Schluß hatte ich ihn verloren. Aber ich wollte nicht aufgeben, ich spürte den erwartungsvollen Blick meiner Mama im Nacken, also suchte ich mir noch einmal einen Fisch aus. Kinder ich schwöre euch, ich war schnell wie ein Pfeil, aber ich schaffte es wieder nicht. Mein Hunger wurde mit jedem Versuch größer und Kraft hatte ich auch keine mehr. Ich ging traurig mit Mama an Land, diesmal hatte ich anscheinend nichts gelernt. Sie tröstete mich und lobte meine gewissenhafte Fellpflege, denn ich brauchte mich wieder nur kurz zu schütteln und schon war ich trocken. So saßen wir beide eine Weile am Ufer und schauten über das plätschernde Wasser.

Ich überlegte, wie man es als Otterkind schaffen sollte, so viele Fische zu fangen, daß man auch wirklich davon satt wird. Mama stellte sich ganz dicht hinter mich und erzählte mir eine Geschichte. Ich solle nicht traurig sein, denn jeder Otter lernt das Jagen. Man muß nur oft genug üben und ich hätte noch sehr viel Zeit. Sie machte sich gar keine Sorgen, nach ihrer Meinung gäbe es hier genug Fisch. Das wäre leider nicht überall so, denn weiter unten am Fluß wohnt ebenfalls eine Otterfamilie, die es sehr viel schlechter hätte.
Ganz in der Nähe steht eine große Fabrik, dort werden ganz viele Fische durch Menschen gefangen und dadurch findet man nicht genug zu essen. Außerdem soll das Otterkind immer sehr krank sein, denn aus einem dicken Rohr läuft ständig ein weiterer kleiner Bach. Braune, stinkige Flüssigkeit, die eklige Blasen wirft. Bei dem Gedanken wurde mir ganz anders und ich schöpfte neuen Mut für den morgigen Tag, nur nicht aufgeben ! 
Das Leben eines Otterkindes ist anstrengend und aufregend.

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