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Schottlands Herr der Lüfte
In der Einflugsschneise hat er die Hühnervögel samt Fischadler noch abgehängt. Er, das ist Seine Majestät, der Steinadler, auch Golden Eagle oder Aquila chrysaetos genannt. 88 Menschenstimmen Vorsprung hatte der König der Lüfte am Ende der von der Zeitung „The Scotsman“ in Zusammenarbeit mit der Königlichen Vogelschutzgesellschaft RSPB durchgeführten Abstimmung. 

Wie wir bereits berichteten, ging es darum, Schottlands Bürgerinnen und Bürger zu befragen, welcher Vogel denn nun Nationalsymbol des Landes werden soll. Die Ränge zwei und drei hinter dem Steinadler belegten das Moorschneehuhn sowie der Auerhahn. Vierter wurde der Fischadler, zwölfte und damit letzte das Schneehuhn vulgo Ptarmigan. Alle diese gefiederten Freunde haben wir ja bereits vorgestellt.

Auf den Plätzen 5 bis 11 landeten der Papageihaubentaucher (Fratercula arctica; engl.: Puffin; gälisch: Budhaig, Seamus Ruadh bzw. Peata-ruadh), der Nördliche Kaptölpel (Morus bassanus; Gannet; Caraid-nan-Gaidheal bzw. Eun ban an sgadain), der Weißkopfseeadler (Haliaeetus leucocephalus; Sea Eagle), der Wanderfalke (Falco peregrinus; Peregrin Falcon), die Haubenmeise (Parus cristatus; Crested Tit), der Wachtelkönig (Crex crex; Peewit) sowie der Schottenkreuzschnabel (Loxia scotica; Scottish Crossbill; Cam-ghob).
  
Doch zurück zum siegreichen Steinadler. Die Körperlänge dieses stolzen Vogels beträgt zwischen 79 und 88 cm, die Flügelspannweite misst 1,90 bis 2,27 m, das Körpergewicht kommt auf 3-6 kg, wobei Adlerinnen viel größer als die männlichen Adler sind. Erwachsene Tiere verfügen über ein braunes Federkleid, das am Kopf etwas heller kommt. Junge Adler haben auf der Unterseite der Flügel eine weiße Zeichnung.
Im ganzen Vereinigten Königreich Großbritannien kommen Steinadler-Brutpaare nur mehr in Schottland vor. Ihre Zahl wird auf 430 geschätzt, Tendenz leicht zunehmend. Dabei täuscht der positive Gesamteindruck, da die Situation der Steinadler sich regional sehr unterschiedlich darstellt. Während etwa auf den Hebriden (einer vorgelagerten Inselgruppe im Nordatlantik) die Zahl der Brutpaare ansteigt, nimmt sie in manchen Teilen des schottischen Hauptlandes drastisch ab. Hauptübel Nummer eins: der Mensch. Giftköder, Fallen oder Abschuss sind die häufigsten Todesursachen. Eine weit verbreitete Unart ist auch das Ausrauben der Nester. Mit Steinadlereiern sind bei Sammlern hohe Summen zu erzielen.
Bisher haben die Schutzmaßnahmen zum Erhalt des Herrn der Lüfte nicht im erhofften Maß gegriffen. Aber vielleicht hilft ja die Wahl zum schottischen Nationalvogel, damit die Schotten „ihren“ Vogel mit anderen – stolzeren – Augen sehen und ihm weniger nachstellen.  

lostlobo, www.canis.info ,30.08.04

Vgl. “Ein Königreich für einen Vogel”, http://www.canis.info/kids_corner/schottland_voegel.htm

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