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Holly erzählt ihre kurze Geschichte

Ich erinnere mich an diesen furchtbaren Lärm, er tat mir in den Ohren weh. Aus meinen ganz frühen Welpentagen sind wenig Erinnerungen geblieben, bloß der unglaubliche Krach und der unangenehme Gestank. Meine 6 Geschwister und ich lebten auf einer Spanplatte, es war immer kalt.
Als ich etwas älter war, tobten wir oft in unserem kleinen Käfig umher und vergaßen dabei den Hunger. Meine Mutter spielte nie mit uns, sie war immer müde und lag dann stundenlang in ihrer Ecke. Überall um uns herum standen weitere Käfige, in denen auch Hundefamilien wohnten. Wir haben oft am Draht gestanden und zu den anderen Hundekindern rübergebellt, sie konnten uns ja nichts tun, also wurde mächtig angegeben. Wer lauter und länger bellen konnte, war eindeutig der Sieger.

Alle zwei Tage kam ein Auto auf den Hof und schob in jeden Drahtkäfig übel riechendes Futter. Jetzt hieß es immer schnell fressen, denn alle hatten Hunger. Ich schlang alle Bissen, die ich kriegen, konnte eilig hinunter, manchmal bekam ich sogar starke Bauchweh davon.  
Eines Tages, als der Wagen wieder auf den Hof gefahren kam, gab es kein Futter. Stattdessen wurde unser Käfig aufgemacht und einer nach dem anderen herausgezogen. Wir hatten schreckliche Angst und unsere Mutter lag still in ihrer Ecke und rührte sich nicht. Ich wurde in einen viel kleineren Käfig gesteckt, der zu allem Unglück auch noch völlig dunkel war. Der Wagen fuhr los und ich sollte meine Mutter nie mehr wieder sehen.

Die Klappe ging auf, eine Hand griff rein und ich wurde grob am Nackenfell hochgehoben. Ohne meine Geschwister saß ich plötzlich alleine in einem Verschlag, der an allen Seiten Gitterstäbe hatte. Viele Menschen kamen an mir vorbei, schauten rein, redeten und gingen wieder. Am Abend war ich dann ganz verlassen und einsam. Ich weiß nicht mehr genau wie lange ich dort wohnte, aber in der Zeit ging es mir sehr schlecht. Meine Beinchen taten morgens beim Aufstehen weh und die Augen brannten fürchterlich. Ich mochte auch nichts mehr essen.

Etwa nach drei Wochen blieben wieder Menschen bei mir stehen, öffneten die Tür und nahmen mich behutsam heraus. Sie drückten mich, streichelten meinen Kopf und sprachen leise zu mir. Irgendwie war ich glücklich. Ich wurde wieder in ein Auto getragen, aber diesmal saß ich ohne Käfig frei auf dem Schoß. Ständig wurde mein Fell gekrault und es hat mich daran erinnert, wie meine Mutter mir immer den Pelz sauber leckte. Herrlich !

Angekommen, setzten sie mich auf eine riesige Fläche. Es waren auch Bäume dort und ich konnte hingehen und daran schnuppern. Als ich die Gegend erkundigt hatte, hüpfte ich vergnügt durch den Garten. Am Abend kam herrliches Futter, ich hatte auch mächtigen Hunger, denn noch nie in meinem Leben war ich soviel gelaufen. Meine Menschen kauften mir auch Spielzeug, kleine Gummibälle und ich tobte vergnügt umher. Manchmal hoben sie mich hoch und trugen mich auf ihrem Arm, dann konnte ich sogar ihr Herz schlagen hören. Ich fühlte mich sehr wohl.

Nach etwa zwei Wochen kam ein weiterer Mensch, er begutachtete mich von allen Seiten, hielt mir einen kalten Gegenstand auf die Brust und piekste mir in den Po. Doch irgendwas stimmte nicht, denn meine Menschen waren sehr betrübt. An mir kann es nicht gelegen haben, denn ich habe überhaupt nicht geweint, obwohl mir meine Beinchen und mein Bauch noch immer weh taten. Am nächsten Tag fuhren wir wieder im Auto und ich saß  ganz stolz auf dem Schoß. Wieder trafen wir den Mann , der mich gestern so gründlich gemustert hatte. Ich wurde auf den Tisch gehoben, der war sehr kalt und erinnerte mich unangenehm an mein erstes Zuhause. Sie drehten mich auf die Seite und ich dachte an ein Spiel, doch sie hielten mich ganz fest. Ich strampelte mit meinen Beinchen, aber ich war nicht stark genug. Ich sah meine lieben Menschen weinen und dann wurde ich erneut gepiekst. Erst wurden alle Glieder schwer, dann wurde ich sehr müde und endlich hatte ich keine Schmerzen mehr, ich schlief ein.

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