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2.Februar: Und wieder ist Murmeltiertag

Wettervorhersage von alters her
Sicher habt ihr eure Eltern schon oft schimpfen gehört, wenn die freundliche Dame aus dem Fernsehen, meist von Berufs wegen ausgebildete Meteorlogin, mit ihrer Wettervorhersage wieder mal im Falschen lag. Anstatt des vorhergesagten Sonnenscheins goss es auf einmal in Strömen. Zu oft ist das Wetter von so vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig, als dass eine treffliche Prognose zu erwarten wäre. Dabei ist die Zunft der Wettervorhersager eine sehr alte, wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Frühe Jäger- und Sammlerkulturen bedienten sich dafür ihrer Schamanen, heiliger Männer, die gleichermaßen Arzt, Wissenschafter und  
Priester in einem waren. Geschickt lasen sie aus dem Stand von Sonne und Gestirnen, dem Zug des Mondes, dem Wechsel der Vegetation oder der Wanderung der Tiere die Jahreszeit; und schlossen, damit verbunden, auf das Wetter. Astronomen (=Himmelsforscher) des alten Ägyptens waren sogar in der Lage, Sonnenfinsternisse exakt vorherzusagen. Freilich wurde damals wie heute Wissenschaft mit Aberglauben verbunden; viele Wahrheiten mit Spekulationen durchsetzt. Die Etrusker – ein Volk, das vor den Römern die italische Halbinsel (= das heutige Italien) bewohnte – glaubte fest daran, aus den Eingeweiden von Tieren (etwa der Leber) bzw. aus dem Flug der Vögel die Zukunft vorhersagen zu können. Die Römer übernahmen diese Sitten und entwickelten eigene hinzu. Gegen Ende des Winters beobachteten sie zum Beispiel den Igel, wenn er aus seinem Winterquartier kroch. Je nachdem, wie sich der stachlige Insektenfresser verhielt, wurden Rückschlüsse auf einen nahen oder noch ferneren Frühlingsbeginn gezogen.

Ein Igel zu Mariä Lichtmess

Im christlichen Abendland überlebte dieses heidnische Brauchtum als Teil des Festes Mariä Lichtmess, das alljährlich am 2.Februar begangen wird. Von Deutschland bis Schottland, wo das Fest Candlemas heißt, fanden ähnliche Traditionen Verbreitung. Eine schottische Bauernregel besagt: „If Candlemas is bright an clear, there will be two winters this year.“;  wenn es zu Mariä Lichtmess hell und klar ist, gibt es in diesem Jahr zwei Winter; das heißt, die kalte Zeit geht weiter. Auch die Schotten und Deutschen beobachteten am 2.Februar die Igel, wenn diese aus dem Winterschlaf ins Freie krochen. Sahen die putzigen Stachler dabei ihren eigenen Schatten, dauert der Winter noch sechs Wochen an, sahen sie ihn nicht, steht der Frühling vor der Tür.

Murmeltiertag
Als die Europäer den nordamerikanischen Kontinent zu erobern und besiedeln begannen, nahmen sie auch ihre Brauchtümer über den Atlantischen Ozean mit nach Westen. Zu Candlemas des Jahres 1887 ereignete sich Kurioses im Städtchen Punxsutawney (Bundesstaat Pennsylvania): Eine Gruppe von Männern ging in den nahegelegenen Wald auf einen Hügel, um dort mangels des Vorhandenseins eines Igels einem Murmeltier aufzulauern. 
Der im Englischen groundhog genannten Tierart wurden ähnliche Wettervorhersagefähigkeiten wie den Igeln zugesprochen. Gesagt, getan. Schon bald gab es einen Groundhog Club und der Hügel mit dem komischen Namen Gobbler’s Knob wurde fortan zum Zentrum aller Murmeltierbeobachter. Bis in die Jetztzeit findet im knapp 7.000 Einwohner zählenden Punxsutawney, das sich stolz „Welthauptstadt des Wetters“ nennt, der Groundhog Day statt. Held dieses Murmeltiertages ist Punxsutawney Phil, ein wohlgenährter, pelziger Nager. Phils Kollegen sind gern gesehene Gäste. 1986 war Phil das erste Murmeltier, das ins Weißen Haus in Washington, dem Sitz des amerikanischen Präsidenten, eine Einladung erhielt. Ronald Reagan hieß den Wetterpropheten herzlich willkommen. Vier Jahre später nahm sich auch die Filmstadt Hollywood des Murmlers an. „Und täglich grüßt das Murmeltier“, eine romantische Komödie mit Andie MacDowell und Bill Murray lief in den Kinos an. Mittlerweile hat Phil auch einen kanadischen Berufskollegen, Wiarton Willie …

Wer mehr über Punxsutawney Phil und Murmeltierkollegen wissen und gleichzeitig sein Englisch verbessern will, klicke folgende Adressen an: www.groundhog.org/ oder www.hoghaven.com/

Übrigens: wisst ihr, wie hoch die Körpertemperatur des Murmeltieres während des Winterschlafes ist? Nein? Knappe 2,6 Grad Celsius!

© Mag. Alexander Willer, Tierrechtsverein CANIS, 2.2.2002

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