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In Westdeutschland galt der scheue Wassermarder bis vor zehn Jahren als ausgestorben – nun sind einige Fischotter an das Steinhuder Meer in der Region Hannover zurückgekehrt. Damit sich die Tiere wieder ansiedeln können, fordern Tierschützer Änderungen beim Fischfang.

Der vom Aussterben bedrohte Fischotter hat das Steinhuder Meer als Lebensraum zurückerobert. An Niedersachsens größtem Binnengewässer wurden bereits mehrere Exemplare des scheuen Wassermarders beobachtet, darunter auch Jungtiere. „Jetzt ist es wichtig, diese wenigen Tiere zu schützen“, betonte der Vorsitzende des Verbandes „Aktion Fischotterschutz“, Mark Ehlers. Naturschützer fordern von den Fischern am Steinhuder Meer, Reusengitter einzusetzen, damit sich die Otter nicht in den Netzen verfangen und ertrinken. Dies lehnen die Fischer vehement ab. „Der Einsatz der Gitter ist nicht praktikabel. Er würde enorme Fangausfälle bedeuten“, sagte der Vorsitzende des Landesfischereiverbandes, Carsten Brauer.

Nach Auffassung der Fischer kann sich der Otter trotz der Reusenfischerei weiter vermehren. „In der Elbtalaue, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gibt es eine dynamische Entwicklung der Bestände, obwohl dort Reusenfischerei ohne Gitter betrieben wird“, sagte Brauer. Die allermeisten Otter kämen im Straßenverkehr um. Die Fischer am Steinhuder Meer sehen sich ohnehin gebeutelt, weil Kormorane täglich 600 Kilogramm Fisch aus dem Gewässer raubten. Im vergangenen Jahr waren sie gegen das Abschussverbot für Kormorane vor Gericht gezogen, aber gescheitert.

„Sollten nun Reusengitter vorgeschrieben werden, würde das der Fischerei den Hals umdrehen“, betonte Brauer. Die Naturschützer sehen das anders, schließlich seien die Gitter auch in Hessen und Berlin Vorschrift. „Wir haben die Wirksamkeit der Gitter in Praxistests nachgewiesen“, erklärte Mark Ehlers, der sich im Otter-Zentrum in Hankensbüttel engagiert. Es sei völlig inakzeptabel, dass in ausgewiesenen Schutzgebieten wie dem Steinhuder Meer das unabsichtige Töten von geschützten Arten nicht strenger unterbunden werde.

Der Fischotter galt laut Ehlers in Westdeutschland bis vor zehn Jahren als ausgestorben. Von Osten kommend breitet er sich nun wieder aus. Auch in Südniedersachsen wurden bereits Wassermarder beobachtet. Nach Schätzungen des Naturschutzbundes (NABU) leben in Deutschland noch 1200 Fischotter – vor allem in Flüssen mit unterspülten Ufern und in flachem Wasser.

Quelle

© 2011, Sabine. All rights reserved.

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