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Pro Wildlife: Elefanten-Fang für Zoos ist Tierquälerei

München, 18. Februar 2011. Artenschützer verurteilen die Pläne des Zoo Magdeburg, wilde Elefanten aus Afrika zu importieren. „Elefantenbabys aus ihren Familien heraus zu reißen ist Tierquälerei. Es ist weder ethisch vertretbar, noch ist es mit der Verpflichtung der Zoos vereinbar, zum Schutz bedrohter Arten beizutragen“, so Pro Wildlife Sprecherin Daniela Freyer.

Laut Presseberichten will Zoochef Kai Perret drei bis vier junge Elefanten aus freier Natur in Südafrika, Botswana oder Namibia einfangen lassen. Das winzige Magdeburger Elefantenhaus aus den 1960er Jahren ist mit geltenden Vorschriften schon lange nicht mehr vereinbar. Deshalb plant der Zoo jetzt einen Neubau, den er offensichtlich mit Wildfängen aus Afrika bestücken will. „Der Magdeburger Zoochef sieht die Natur offensichtlich als Selbstbedienungsladen, um mit neuen Publikumsattraktionen mehr Besucher anzulocken. Seit den 1960er Jahren hält der Zoo Elefanten, die alle aus freier Wildbahn stammten, noch nie gab es dort eigenen Nachwuchs. Wilde Elefanten zu fangen ist aus Tier- und Artenschutzsicht völlig inakzeptabel“, so Freyer.

Experten sind sich einig, dass es Tierquälerei ist, junge Elefanten aus ihrer Herde zu reißen: Die Trennung ist sowohl für die Jungtiere als auch für die Mütter extrem traumatisch, denn für das Wohlbefinden der hochintelligenten und sozialen Tiere ist das Leben im Familienverband unabdingbar. In Gefangenschaft hingegen fristen die größten Landtiere meist ein trauriges Dasein auf engstem Raum, es fehlt die für Elefanten so wichtige Herdenstruktur und die Fürsorge von Mutter, Tanten und Geschwistern. Hinzu kommt die brutale „Zähmung“ wilder Elefanten: Es ist gängige Praxis, sie mit Gewalt gefügig zu machen, um sie unter die Kontrolle der Tierpfleger zu bringen. Um die Wildfänge „einzubrechen“ werden sie an den Füssen gefesselt, geschlagen und an schmerzempfindlichen Stellen mit Eisenhaken traktiert. Diese brutale Unterwerfungsdressur hat fatale Folgen für Tier und Mensch: Über Hundert Pfleger wurden in den letzten 30 Jahren von Elefanten durch gezielte Angriffe schwer verletzt oder getötet. Auch im Zoo Magdeburg griff die Elefantenkuh Arusha ihren langjährigen Tierpfleger mehrfach an. Nachdem sie ihn 2003 in einen Betongraben schleuderte, wurde sie 2003 in einen spanischen Zoo abgeschoben, wo sie kurz darauf starb.

Zuletzt hatten im Jahr 1999 die zwei deutschen Zoos Erfurt und Dresden sowie Basel (Schweiz) insgesamt sieben wilde Elefantenbabies im südlichen Afrika fangen lassen und damit für weltweite Empörung gesorgt. Nachdem Tierschützer dokumentierten, auf welch grausame Weise die sogenannten „Tuli-Elefanten“ von ihren Müttern getrennt und misshandelt worden waren (s. Foto), versuchte der deutsche Bundesumweltminister die bevorstehende Einfuhr zu stoppen – ohne Erfolg. Der südafrikanische Händler, der die Tiere fangen und quälen ließ und sie anschließend an europäische Zoos verkaufte, wurde Jahre später rechtskräftig verurteilt. „Es ist kaum zu glauben, dass der Zoo Magdeburg aus diesem Skandal offenbar nichts gelernt hat und nun wieder Elefanten in freier Natur fangen lassen will. Uns liegen Fotos, Videoaufnahmen und zahlreiche Stellungnahmen von Elefantenexperten vor, die die Grausamkeit solcher Aktionen belegen. Wir fordern den Zoo auf, umgehend Abstand von seinen Plänen zu nehmen“, so die Pro Wildlife Sprecherin.

Quelle : Pro Wildlife

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