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Am Golf von Mexiko finden Forscher derzeit rund zehnmal so viele tote Delfinjunge wie üblich. Obduktionen sollen jetzt klären, woran die Tiere gestorben sind. Die Experten vermuten einen Zusammenhang mit der Ölkatastrophe des vergangenen Jahres.

Ein knappes Jahr nach der Havarie der Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” machen Forscher am Golf von Mexiko immer öfter traurige Funde: In den vergangenen zwei Wochen seien 17 tote Delfinbabys an den Küsten der US-Bundesstaaten Alabama und Mississippi gefunden worden, teilte das Institute for Marine Mammal Studies in Gulfport mit. “Normal sind eines oder zwei im Monat”, sagte Institutsleiter Moby Solangi. Es handele sich um Fehlgeburten oder Jungtiere, die kurz nach der Geburt verendet seien.

Die hohe Zahl von Totgeburten sei nicht normal. Obwohl er keine voreiligen Schlüsse ziehen wolle, spiele die Explosion der Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” wahrscheinlich eine Rolle, meint Solangi. Bei dem Unglück, das am 20. April 2010 begann, flossen rund 780 Millionen Liter Öl ins Meer. Allerdings zeigten die Delfinkadaver keine offensichtlichen Zeichen einer Ölverschmutzung. Autopsien und toxikologische Tests sollen jetzt klären, ob die Tiere an Chemikalien gestorben sind, die bei der Ölkatastrophe in den Golf geströmt waren.

Die Zahl tot aufgefundener erwachsener Delfine verdreifachte sich laut Solangi im vergangenen Jahr von 30 auf 89. In diesem Jahr wurden an den Stränden der betroffenen US-Bundesstaaten bereits zehn verendete Meeressäuger entdeckt, also auch ungewöhnlich viele – darunter allerdings keine trächtigen Weibchen.

In der Region leben nach Angaben des Institute for Marine Mammal Studies zwischen 2000 und 5000 Delfine. Sie pflanzen sich im Frühjahr fort – also ausgerechnet zu jener Zeit, als die “Deepwater Horizon” explodierte und die bisher schwerste Meeres-Ölkatastrophe in der Geschichte der USA auslöste.

Die Tragzeit der Meeressäuger beträgt elf bis zwölf Monate, sie bringen zwischen März und April ihre Jungen zur Welt. Das Öl aus dem Leck des Bohrlochs war in dicken Schwaden durch den Golf von Mexiko gezogen und so auch zu den Buchten und in flache Gewässer vorgedrungen, in denen Delfine ihre Jungen bekommen.

wbr/Reuters/AFP

Quelle

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