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Berlin, 17.02.2011: Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. hat diese Woche Strafanzeige gegen die Verantwortlichen von mehreren deutschen Zoos gestellt. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch im Berliner Hotel Carolinenhof informierte die Organisation darüber, dass die Zoos über den Händler Werner Bode unseriöserweise Tiere verkauft bzw. verscherbelt haben.

Als Beweis hat PETA den Staatsanwaltschaften und Steuerbehörden hunderte vertrauliche Dokumente übermittelt. Verkauft wurden vor allem „ausgediente“ alte Tiere und nachgezüchtete Jungtiere. Die Tiere wurden von den Zoos zu offensichtlichen Ramschpreisen abgegeben, landeten über den Tierhändler Bode als Angebote in Restaurants, bei anderen Tierhändlern, im Zoo oder im Zootierhandel – oder im „Nirwana“. Insbesondere die Berliner Zoos unter Zoodirektor Blaszkiewitz sind in erheblichem Umfang an dem Tierhandel beteiligt. Sie haben im Zeitraum 2007 bis 2009 wohl mindestens 1.363 Tiere über Bode verschachert bzw. zur Abgabe vorgesehen. Der Zoo Berlin verkaufte auch Tiere, die streng geschützt sind und auf der Roten Liste für bedrohte Arten stehen. Aber auch Tierparks in weiteren deutschen Städten sind betroffen, unter anderem in Dresden, Karlsruhe und Saarbrücken.

„Den Zoos ist es verboten, selbst Tiere zu töten. Deswegen nutzen sie den Umweg über dubiose Tierhändler, um ihre überflüssigen Tiere loszuwerden“, erklärt PETAs wissenschaftlicher Berater Dr. Edmund Haferbeck. Der quantitative Umfang des aufgedeckten Tierhandels verstößt gegen den im Tierschutzgesetz festgeschriebenen ausdrücklichen „Ausnahmecharakter“ der Tötung von Tieren im Zoo. Außerdem sollte laut Tierschutzgesetz „eine Vermehrung von Zootieren grundsätzlich nur ermöglicht werden, wenn auch für die Nachkommen eine artgemäße Unterkunft gesichert ist“ (Tierschutzgesetz, Vahlen 2007, §17 TierSchG, S.467). Für Dr. Haferbeck ist klar: „Bei diesem Fall handelt es sich lediglich um die Spitze des Eisbergs im Handel mit Tieren aus zoologischen Einrichtungen.“ Die geringe Wertschätzung für die „Ware Tier“ wird in den vertraulichen Dokumenten deutlich, in denen Bode beispielsweise den Wert von zehn grünen Leguanen und fünf Streifenbasilisken mit Null ansetzt.

Quelle

© 2011, Sabine. All rights reserved.

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